Hashfunktion

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1 Definition

Eine Hashfunktion oder Streuwertfunktion ist eine Funktion bzw. Abbildung, die zu einer Eingabe aus einer üblicherweise großen Quellmenge eine Ausgabe, den Hashcode, erzeugt, meist aus einer kleineren Zielmenge. Der Hashwert kann zum Auffinden von Daten in einer Datenbank oder zum digitalen Signieren eines Dokumentes verwendet werden. Prüfsummen erzeugen ebenfalls eine Abbildung auf eine reduzierte Datenmenge hier mit dem Ziel die Datenintegrität bei Störeinflüssen sicherzustellen.

2 Beispiele zu Anwendungen von Hashfunktionen

(1) Mit Hashfunktionen kann man die Integrität von Daten schützen. Dazu wird von den Daten x der Hashwert h(x) berechnet und gesichert. Ein Angreifer, der die Daten x zu x0 ändern will, muss dies so tun, dass h(x) = h(x0) gilt. Dies verhindert die schwache Kollisionsresistenz von h.

(2) Passwörter werden sicher gespeichert, indem diese nicht direkt, sondern deren Hashwerte gespeichert werden. Hier wird ausgenützt, dass h eine Einwegfunktion ist.

(3) Texte x werden digital signiert, indem nicht die Texte selbst, sondern deren Hashwerte h(x) digital signiert werden. Signiert jemand ein elektronisches Dokument x, das von einem Fremden vorgelegt wurde, so besteht die Gefahr, dass dieser Fremde durch unsichtbare Manipulationen wie z.B. Hinzufügen von Leerzeichen an bestimmten Stellen, versucht hat, zwei Dokumente x und x0 mit h(x) = h(x0) zu erzeugen. Dies würde zu einer identischen Signatur von x und x0 führen. Dieser Gefahr kann man durch die Verwendung stark kollisionsresistenter Hashfunktionen h begegnen.

3 Quellen

4 Siehe auch