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	<title>GlossarWiki - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<id>https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=Benutzer:Morgner&amp;diff=4686</id>
		<title>Benutzer:Morgner</title>
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		<updated>2006-07-07T19:43:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Morgner_Wappen.jpg|thumb|120px|Wappen der Familie Morgner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Morgner&amp;quot; ist ein deutscher, nicht weit verbreiteter, Familienname.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten, heute bekannten, Vorfahren der Familie Morgner finden ihren Ursprung im Vogtland.&lt;br /&gt;
Heute findet man in Deutschland noch circa 650 Morgners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie zerstreute sich im Laufe der Zeit über den ganzen Globus, vor allem nach Amerika, wo man heute noch sehr viele Namensträger finden kann (teilweise kleine Namensänderungen, wie z.B. Morgan).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bernd Ulrich Morgner ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Morgner.jpg|right|Bernd Ulrich Morgner]]&lt;br /&gt;
Hinter dem Benutzer Morgner, verbirgt sich Bernd Ulrich Morgner, Student der Wirtschaftsinformatik an der FH Augsburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitgebiete ===&lt;br /&gt;
*Tutor an der FH Augsburg - Datenverarbeitungssysteme&lt;br /&gt;
*Werksstudent bei BMW - Entwicklung - Connectivity &amp;amp; BMW Online&lt;br /&gt;
*Berater bei Expert TechnoMarkt - Multimedia &amp;amp; Telekommunikation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hobbies ===&lt;br /&gt;
*Musik&lt;br /&gt;
*Schlagzeug&lt;br /&gt;
*Tennis&lt;br /&gt;
*Badminton&lt;br /&gt;
*Snowboarden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
*Deutsch&lt;br /&gt;
*Englisch&lt;br /&gt;
*Spanisch&lt;br /&gt;
*Latein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Irmtraud Morgner ==&lt;br /&gt;
deutsche Schriftstellerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*geboren 22. August 1933 als Irmtraud Elfriede Morgner in Chemnitz&lt;br /&gt;
*gestorben 6. Mai 1990 in Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://vassun.vassar.edu/~vonderem/g301/project/Morgner/ Biographie - Irmtraud Morgner]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
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		<id>https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=Benutzer:Morgner&amp;diff=2624</id>
		<title>Benutzer:Morgner</title>
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		<updated>2006-07-07T19:42:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Morgner_Wappen.jpg|thumb|120px|Wappen der Familie Morgner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Morgner&amp;quot; ist ein deutscher, nicht weit verbreiteter, Familienname.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten, heute bekannten, Vorfahren der Familie Morgner finden ihren Ursprung im Vogtland.&lt;br /&gt;
Heute findet man in Deutschland noch circa 650 Morgners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Familie zerstreute sich im Laufe der Zeit über den ganzen Globus, vor allem nach Amerika, wo man heute noch sehr viele Namensträger finden kann (teilweise kleine Namensänderungen, wie z.B. Morgan).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bernd Ulrich Morgner ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Morgner.jpg|right|Bernd Ulrich Morgner]]&lt;br /&gt;
Hinter dem Benutzer Morgner, verbirgt sich Bernd Ulrich Morgner, Student der Wirtschaftsinformatik an der FH Augsburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitgebiete ===&lt;br /&gt;
*Tutor an der FH Augsburg - Datenverarbeitungssysteme&lt;br /&gt;
*Werksstudent bei BMW - Entwicklung - Connectivity &amp;amp; BMW Online&lt;br /&gt;
*Berater bei Expert TechnoMarkt - Multimedia &amp;amp; Telekommunikation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hobbies ===&lt;br /&gt;
*Musik&lt;br /&gt;
*Schlagzeug&lt;br /&gt;
*Tennis&lt;br /&gt;
*Badminton&lt;br /&gt;
*Snowboarden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
*Deutsch&lt;br /&gt;
*Englisch&lt;br /&gt;
*Spanisch&lt;br /&gt;
*Latein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Irmtraud Morgner ==&lt;br /&gt;
deutsche Schriftstellerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*geboren 22. August 1933 als Irmtraud Elfriede Morgner in Chemnitz&lt;br /&gt;
*gestorben 6. Mai 1990 in Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://vassun.vassar.edu/~vonderem/g301/project/Morgner/ Biographie - Irmtraud Morgner]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
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		<updated>2006-07-07T18:41:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: Wappen der Familie Morgner,
Quelle: Deutsche Wappenrolle&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wappen der Familie Morgner,&lt;br /&gt;
Quelle: Deutsche Wappenrolle&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
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		<title>Datei:Morgner.jpg</title>
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		<updated>2006-07-07T18:35:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: Photo: Bernd Ulrich Morgner
&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Photo: Bernd Ulrich Morgner&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
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		<id>https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=Gescheitertes_Projekt&amp;diff=2778</id>
		<title>Gescheitertes Projekt</title>
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		<updated>2006-07-07T18:28:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: /* Statistiken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definitionen ==&lt;br /&gt;
=== Der Begriff Scheitern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Scheitern findet seinen Ursprung in der Seefahrt. Das Scheitern bezeichnet hier das Zerschellen eines Schiffes, welches vom Sturm auf Klippen oder Felsen geworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet es das Nichterreichen eines gesetzten Zieles aufgrund bestimmter Störfaktoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synonyme hierfür: durchfallen, versagen, fehlschlagen, missglücken, misslingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition Gescheitertes Projekt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Projekt]] wird durch folgende Vorgaben definiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zielvorgabe&lt;br /&gt;
*zeitliche, personelle und andere Begrenzungen&lt;br /&gt;
*Abgrenzung gegenüber anderer Vorhaben&lt;br /&gt;
*projektspezifische Organisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Projekt kann das als gescheitert angesehen werden, wenn mindestens eine der Randbedingungen nicht erfüllt wurde oder das Projekt vorzeitig abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
Daher kann auch ein abgeschlossenes Projekt ein gescheitertes Projekt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistiken ==&lt;br /&gt;
Laut Untersuchungen der [[Standish-Group]], welche im sogenennten [[Chaos-Report]] veröffentlicht wurden, scheitern 84% aller IT-Projekte in den USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische [[OASIG-Studie]] benennt ebenfalls etwa 80% mit der steigenden Tendenz in Richtung 90%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schweizer Bundesamt für Berufsbildung und Technologie]] kommt auf 50%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den bundesdeutschen Raum fehlen durchweg die harten Zahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für das Scheitern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Soft-skills]] ===&lt;br /&gt;
Oft werden mangelnde soft-skills als einer der Hauptgründe für das Scheitern von Projekten erwähnt. Der Faktor Mensch und dem Faktor Unternehmenskultur werden vor allem in den IT-Projekten oft zu wenig Bedeutung geschenkt. Die wenigsten haben in ihrer Ausbildung gelernt, wie man Konflikte im Berufsleben meistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Dogmatismus]] ===&lt;br /&gt;
Laut Wörterbuch: „Unkritisches Festhalten an Lehrmeinungen und Glaubenssätzen“. Da die meisten Unternehmenskulturen junge und dynamische Mitarbeiter präferieren, mangelt es oft an Erfahrungswerten. Festgelegte Strategien, sowie der dogmatische Einsatz von Programmiersprachen und Tools, stellen große Faktoren für das Scheitern dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auftragnehmer – Auftraggeber Beziehung === &lt;br /&gt;
Kommuniktationslücken zwischen dem eigentlichen Kunden und dem Auftragnehmer führen zu nicht gewünschten Ergebnissen. Dies liegt meist daran, dass der Kunde mit seinem Laiendasein, die technischen Punkte nicht versteht oder verstehen kann und der Auftragnehmer  oft Kundenwünschen technisch gar nicht realisieren kann. Somit scheitern Projekte oft schon in der Definition der Ziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Falsche Kalkulationen === &lt;br /&gt;
Kalkulationszahlen zu Beginn des Projektes können oft nicht eingehalten werden, da im Laufe des Projektes sich noch unberücksichtigte Kosten ergeben. Aufgrund der Verlaufsdauer des Projekts sind Kalkulationen meist nur Schätzungen der tatsächlich anfallenden Kosten. Vor allem bei großen staatlichen Projekten sind mitunter erhebliche Unterschiede feststellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlechtes [[Projektmanagement]] === &lt;br /&gt;
Mangelnde oder gar fehlende Planung führen garantiert zu einem gescheiterten Projekt. Auch unzureichend informiertes Personal durch die Projektleitung ist ein weiteres Zeichen für ein schlechtes Projektmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Fluktuation]] der Mitarbeiter === &lt;br /&gt;
Je nach Dauer des Projektes, ist die Gefahr der Fluktuation sehr groß und neue Mitarbeiter müssen wieder neu eingearbeitet werden, was Verzögerungen hervorruft. Eingearbeitete Mitarbeiter, die das Projekt vorzeitig verlassen, stellen einen erhebliche Verzögerung dar und gleichzeitig eine Herausforderung für das Projektmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltaspekte === &lt;br /&gt;
Gerade bei großen staatlichen Projekten oder staatlich geförderten, wie zum Beispiel dem Transrapid, scheitert das Projekt an der Missachtung der Umweltaspekte. Mit Umwelt ist hier außer der Natur auch die Bevölkerung gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für gescheiterte Projekte ==&lt;br /&gt;
*[[Fiscus]]&lt;br /&gt;
*[[BASIS II]]&lt;br /&gt;
*[[Inpol-Neu]]&lt;br /&gt;
*[[Toll Collect]]&lt;br /&gt;
*[[elektronische Gesundheitskarte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.gulp.de/kb/it/projekt/itprojekteins_f.html Woran scheitern IT-Projekte - www.gulp.de, 2001]&lt;br /&gt;
*[http://www.standishgroup.com/sample_research/chaos_1994_1.php Chaos Report - Standish Group, 1994]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
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		<title>Chaos-Report</title>
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		<updated>2006-07-07T18:23:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Chaos Report ist ein, seit 1994, jährlicher, von der [[Standish Group]] herausgegebener, Bericht, der sich mit dem Erfolg von IT-Projekten in den USA beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wurden ca. 100.000 Projekte untersucht, die nach beurteilung in 3 Katergorien eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kategorien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erfolgreich:&lt;br /&gt;
Projekt wurde innerhalb der vorgegebenen Zeit und Budget&lt;br /&gt;
abgeschlossen. Projektergebnis ist im Einsatz und erfüllt alle&lt;br /&gt;
Anforderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*teilweise erfolgreich:&lt;br /&gt;
Projekt ist abgeschlossen. Projektergebnis ist im Einsatz. Zeit, Budget&lt;br /&gt;
oder Leistung sind aber nicht im vorgegebenen Umfang erreicht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*nicht erfolgreich:&lt;br /&gt;
Das Projekt wurde vorzeitig abgebrochen oder das Projektergebnis&lt;br /&gt;
wurde nie eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse ==&lt;br /&gt;
Laut dem Chaos Report 1994 scheitern 84% aller IT-Projekte in den USA wie folgende Abbildung zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Cr1994.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ähnliche Untersuchenungen ==&lt;br /&gt;
*[[OASIG-Studie]]&lt;br /&gt;
*[[Silicon]]&lt;br /&gt;
*[[Schweizer Bundesamt für Berufsbildung und Technologie]]&lt;br /&gt;
*[[Cap Gemini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
*[http://www.standishgroup.com/sample_research/chaos_1994_1.php Chaos Report - Standish Group, 1994]&lt;br /&gt;
*[http://www.standishgroup.com Homepage der Standish Group]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
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		<title>Gescheitertes Projekt</title>
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		<updated>2006-07-07T18:07:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: /* Statistiken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definitionen ==&lt;br /&gt;
=== Der Begriff Scheitern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Scheitern findet seinen Ursprung in der Seefahrt. Das Scheitern bezeichnet hier das Zerschellen eines Schiffes, welches vom Sturm auf Klippen oder Felsen geworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet es das Nichterreichen eines gesetzten Zieles aufgrund bestimmter Störfaktoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synonyme hierfür: durchfallen, versagen, fehlschlagen, missglücken, misslingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition Gescheitertes Projekt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Projekt]] wird durch folgende Vorgaben definiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zielvorgabe&lt;br /&gt;
*zeitliche, personelle und andere Begrenzungen&lt;br /&gt;
*Abgrenzung gegenüber anderer Vorhaben&lt;br /&gt;
*projektspezifische Organisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Projekt kann das als gescheitert angesehen werden, wenn mindestens eine der Randbedingungen nicht erfüllt wurde oder das Projekt vorzeitig abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
Daher kann auch ein abgeschlossenes Projekt ein gescheitertes Projekt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistiken ==&lt;br /&gt;
Laut Untersuchungen der [[Standish-Group]], welche im sogenennten [[Chaos-Report]] veröffentlicht wurden, scheitern 84% aller IT-Projekte in den USA.&lt;br /&gt;
Dabei wird in drei Kategorien unterteilt:&lt;br /&gt;
*31,1% nicht erfolgreich&lt;br /&gt;
*52,7% teilweise erfolgreich&lt;br /&gt;
*nur 16,2% erfolgreich abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische [[OASIG-Studie]] benennt ebenfalls etwa 80% mit der steigenden Tendenz in Richtung 90%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schweizer Bundesamt für Berufsbildung und Technologie]] kommt auf 50%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den bundesdeutschen Raum fehlen durchweg die harten Zahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für das Scheitern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Soft-skills]] ===&lt;br /&gt;
Oft werden mangelnde soft-skills als einer der Hauptgründe für das Scheitern von Projekten erwähnt. Der Faktor Mensch und dem Faktor Unternehmenskultur werden vor allem in den IT-Projekten oft zu wenig Bedeutung geschenkt. Die wenigsten haben in ihrer Ausbildung gelernt, wie man Konflikte im Berufsleben meistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Dogmatismus]] ===&lt;br /&gt;
Laut Wörterbuch: „Unkritisches Festhalten an Lehrmeinungen und Glaubenssätzen“. Da die meisten Unternehmenskulturen junge und dynamische Mitarbeiter präferieren, mangelt es oft an Erfahrungswerten. Festgelegte Strategien, sowie der dogmatische Einsatz von Programmiersprachen und Tools, stellen große Faktoren für das Scheitern dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auftragnehmer – Auftraggeber Beziehung === &lt;br /&gt;
Kommuniktationslücken zwischen dem eigentlichen Kunden und dem Auftragnehmer führen zu nicht gewünschten Ergebnissen. Dies liegt meist daran, dass der Kunde mit seinem Laiendasein, die technischen Punkte nicht versteht oder verstehen kann und der Auftragnehmer  oft Kundenwünschen technisch gar nicht realisieren kann. Somit scheitern Projekte oft schon in der Definition der Ziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Falsche Kalkulationen === &lt;br /&gt;
Kalkulationszahlen zu Beginn des Projektes können oft nicht eingehalten werden, da im Laufe des Projektes sich noch unberücksichtigte Kosten ergeben. Aufgrund der Verlaufsdauer des Projekts sind Kalkulationen meist nur Schätzungen der tatsächlich anfallenden Kosten. Vor allem bei großen staatlichen Projekten sind mitunter erhebliche Unterschiede feststellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlechtes [[Projektmanagement]] === &lt;br /&gt;
Mangelnde oder gar fehlende Planung führen garantiert zu einem gescheiterten Projekt. Auch unzureichend informiertes Personal durch die Projektleitung ist ein weiteres Zeichen für ein schlechtes Projektmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Fluktuation]] der Mitarbeiter === &lt;br /&gt;
Je nach Dauer des Projektes, ist die Gefahr der Fluktuation sehr groß und neue Mitarbeiter müssen wieder neu eingearbeitet werden, was Verzögerungen hervorruft. Eingearbeitete Mitarbeiter, die das Projekt vorzeitig verlassen, stellen einen erhebliche Verzögerung dar und gleichzeitig eine Herausforderung für das Projektmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltaspekte === &lt;br /&gt;
Gerade bei großen staatlichen Projekten oder staatlich geförderten, wie zum Beispiel dem Transrapid, scheitert das Projekt an der Missachtung der Umweltaspekte. Mit Umwelt ist hier außer der Natur auch die Bevölkerung gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für gescheiterte Projekte ==&lt;br /&gt;
*[[Fiscus]]&lt;br /&gt;
*[[BASIS II]]&lt;br /&gt;
*[[Inpol-Neu]]&lt;br /&gt;
*[[Toll Collect]]&lt;br /&gt;
*[[elektronische Gesundheitskarte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.gulp.de/kb/it/projekt/itprojekteins_f.html Woran scheitern IT-Projekte - www.gulp.de, 2001]&lt;br /&gt;
*[http://www.standishgroup.com/sample_research/chaos_1994_1.php Chaos Report - Standish Group, 1994]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
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		<updated>2006-07-07T17:59:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: Ergebnisse des Chaos Report 1994,
Diagramm erstellt von Bernd Ulrich Morgner,
Daten entnommen aus dem Chaos Report 1994 (Standish Group)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ergebnisse des Chaos Report 1994,&lt;br /&gt;
Diagramm erstellt von Bernd Ulrich Morgner,&lt;br /&gt;
Daten entnommen aus dem Chaos Report 1994 (Standish Group)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
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		<title>FISCUS</title>
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		<updated>2006-07-07T17:42:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das [[Projekt]] FISCUS (Föderales Integriertes Standardisiertes Computerunterstütztes Steuersystem) stellt ein bundesweites IT-Projekt dar, welches von den Bundesländern unter Unterstützung des Bundes im Jahre 1993 begonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Erstversuch Fiscus =&lt;br /&gt;
== Allgemeine Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Ziel des Projekts war es eine bundesweit einheitliche Softwarelösung zur Automatisierung des Besteuerungsverfahren zu entwickeln, welches in sämtlichen deutschen Finanzbehörden eingesetzt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich sollte ein länderübergreifender Zugriff auf die Steuerdaten ermöglicht werden, welcher mit der bisherigen Software nicht möglich war. Diese mangelnde DV-Unterstützung erschwerte die Bekämpfung von Steuerbetrug bei länderübergreifenden Sachverhalten ungemein.&lt;br /&gt;
Weitere Gründe, welche für das Projekt sprachen, waren zum einen die aufwendige Wartung der bisherigen Software. Nicht nur, dass diese, in den 60er bis 70er Jahren entwickelte Software, noch überwiegend in Cobol und Assembler geschrieben war, was die Wartung und Änderung bereits aufwendig genug machte, so waren Anpassungen zudem auch noch mehrmals notwendig, da in den einzelnen Bundesländern verschiedene Programme zum Einsatz kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Anforderungen an die Steuerverwaltung zudem ständig ansteigen, beispielsweise durch zunehmende Fallzahlen und häufige Änderungen des Steuerrechts war es notwendig ein zentrales, objektorientiertes System zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektumfang ==&lt;br /&gt;
Die Software sollte die Steuerverwaltungen der Länder in allen gesetzlich zugewiesenen Aufgaben, insbesondere im Besteuerungsverfahren, unterstützen und diese automatisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haupteinsatzort des endgültigen Systems sollten hier die Finanzämter und Landesfinanzbehörden sein, wobei auch an die Anbindung eventueller externer Partner, wie Steuerberater, Rücksicht genommen werden sollte.&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik erstrecken sich insgesamt circa 650 Finanzämter. Schwierigkeit hierbei ist, dass diese teilweise sehr unterschiedliche Aufgabenbereiche verantworten, wie nur die Zuständigkeit für bestimmte Steuerarten, und dazu noch völlig verschiedene Organisationsstrukturen aufweisen können.&lt;br /&gt;
Die Mitarbeiteranzahl variiert pro Amt zwischen 50 bis 800 Beschäftigten, welche für circa 120.000 Einwohner verantwortlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System soll daher pro Jahr circa 30 Millionen Steuerfälle verwalten und soll eine Benutzerzahl von 100.000-120.000 Beamten  zulassen. Diese kann sich durch die Anbindung externer Partner und Steuerzahlern noch drastisch erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung und Organisation ==&lt;br /&gt;
Das Projekt bestand aus einer Reihe von Teilprodukten, welche in vorm von Modulen auf die einzelnen Länder verteilt wurden. Hierbei sollte jedes Land, je nach Größe mindestens ein Modul, unter Abstimmung mit den anderen Ländern, entwickeln. Die dadurch entstehenden kosten sollte jedes Land selbst tragen.&lt;br /&gt;
Beginnend sollten Grobkonzepte, gefolgt von Feinkonzepten erstellt werden, welchen die eigentliche Programmierung folgen solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bundesweite Einsatz sollte jeweils 3 Jahre nach Freigabe erfolgen, wodurch eine ausgiebige Testphase in einzelnen Finanzämtern erfolgen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlegend war der Gedanke der [[Objekt-Technologie]]. Architekturmodelle sollten mit der Unified Modeling Language ([[UML]]) erstellt werden. Dokumentation und Design in [[Rational Rose]]. Als Programmiersprache sollte [[Java]] auf einer mehrstufigen [[Client/Server Architektur]] eingesetzt werden. Als Speicher dienten relationale Datenbanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerpunkte bei der Entwicklung waren Skalierbarkeit, Sicherheit und die Nutzung offener Standards.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koordination des Projekts übernahm der Bund. Dazu wurde die Koordinierungsstelle für die Neukonzeption des automatisierten Besteuerungsverfahren – kurz KAS – mit ihrem Hauptsitz im Bundesministerium und beim Bundesamt für Finanzen eingerichtet. Die Kosten hierfür trug der Bund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Gesamtprojekt waren zu Beginn circa 120 Programmierer in den Ländern, 30 koordinierende Mitarbeiter in der KAS und einige Entscheider aus den einzelnen Bundesländern beteiligt. Dazu kamen zusätzliche externe Berater und Entwickler. &lt;br /&gt;
Das Gesamtbudget wurde zu Beginn auf 170 Millionen € festgesetzt. Der Bundesfinanzhof verzichtet auf Darstellung der Projektplanung und -durchführung und erwarte lediglich im Jahr 2000 - also erst 8 Jahre nach Beginn - einen Ergebnisbericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problemfaktoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Abstimmungsprobleme/n&lt;br /&gt;
Durch die breit verteilte Projektstruktur Schwierigkeiten im föderalen Abstimmungsprozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu viele Entscheidungsträger/n&lt;br /&gt;
Mitentscheidungsrecht aller Bundesländer und der KAS/n&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;Zu viele Köche verderben den Brei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Arbeitslast/n&lt;br /&gt;
Notwendigkeit bestehende Software, der einzelnen Länder, zu pflegen und zu warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Planung / Dokumentation/n&lt;br /&gt;
verzichtet auf Darstellung der Projektplanung und -durchführung bis zum Jahr 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnis == &lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 weißte das Projekt einen erheblichen Entwicklungsrückstand auf. Kein einziges Teilprodukt war zu diesem Zeitpunkt wie geplant fertig gestellt.&lt;br /&gt;
Für den Abschluss des Projekts zeichnete sich eine erhebliche Budgetüberschreitung an, was ein hohes Abbruchrisiko darstellte.&lt;br /&gt;
Dieses Zwischenergebnis bewegte schließlich Bayern dazu aus dem Projekt auszusteigen, um sein eigenes Projekt [[EOSS2]] (Evolutionär orientierte Steuersoftware) weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
Der restliche FISCUS Verbund entschied sich dazu das Projekt mit einer anderen Organisationsstuktur weiterzuführen. Dazu wurde die FISCUS GmbH gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Neustart FISCUS GmbH =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der privatwirtschaftliche FISCUS GmbH sollte ein Neustart des bereits gescheiterten Projekts durch Outsourcing unternommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung == &lt;br /&gt;
Die Gründung wurde durch 15 Bundesländer (alle außer Bayern) und dem Bund unter Führung der Gesellschafter beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgte ebenfalls durch die Länder und den Bund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlicher Gedanke war es die Software nun zentral zu entwickeln und damit die Organisation und Kommunikation zu erleichtern und eine klare Auftraggeber-Auftragnehmer-Struktur zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Personal wurde hauptsächlich auf dem freien Arbeitsmarkt erworben. Unterstützt wurde es durch zu Programmierern umgeschulte Verwaltungsfachangestellte und Beamte. Außerdem war die Einbeziehung der bis zu diesem Zeitpunkt in Steuerverwaltungen eingesetzten Beschäftigten erforderlich um das steuerrechtliche Know-how zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
        &lt;br /&gt;
== Erneute Probleme == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Know-How Transfer/n&lt;br /&gt;
Das mühselig in acht Jahren erarbeitete Wissen wurde nur lückenhaft an die GmbH weitergegeben, wodurch das Projekt quasi wieder bei null startete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelndes Personal/n&lt;br /&gt;
Lange Einarbeitungszeiten und fehlende Gelder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kein Gesamtkonzept/n&lt;br /&gt;
Nur Teilkonzepte wurden in den Ländern erarbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unklares Auftraggeber Auftragnehmerverhältnis/n&lt;br /&gt;
Alle Länder fungierten als Auftraggeber mit unterschiedlichen Vorstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesrechnungshof empfahl Bund, sich ab 2007 nicht weiter an FISCUS zu beteiligen - denn schließlich sei die Steuererhebung Ländersache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektabbruch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 wurde das Projekt Fiscus endgültig abgebrochen, da das Projektbudget hoffnungslos überschritten wurde und sich weitere fünf Bundesländer (Sachsen, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt) aus dem Verbund lösten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Projektende waren lediglich drei Module fertig gestellt.&lt;br /&gt;
Die Online-Stammdatenabfrage (OSA), das Modul „Grunderwerbssteuer“ (GrESt), welches im Finanzamt in Hilden zum Einsatz kam, und das Modul „Bußgeldverfahren und Strafsachen“ (BuStra), im Einsatz in  Lübbek.&lt;br /&gt;
Diese wurden jedoch nie bundesweit eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich folgte die Liquidation der Fiscus GmbH am 31.02.2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kosten =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2005 werden die Entwicklungskosten auf 900 Millionen € geschätzt ohne, dass ein brauchbares Ergebnis  vorlag.&lt;br /&gt;
Das Projekt verschlang mit der Dauer von über 12 Jahren unzählige Mannstunden und sonstige Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgen sind die Projektkosten des Bundesland Nordrhein-Westfalen über die Dauer des Projekts aufgelistet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
= Fazit =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt Fiscus ist nur eines von vielen öffentlichen IT-Projekten, welches durch die schwierigen Verhältnisse und Einschränkungen die staatliche Projekte mit sich ziehen kläglich gescheitert ist.&lt;br /&gt;
Doch auch mangelndes Projektmanagement und Organisation, sowie Fehleinschätzung der Komplexität eines solchen Projektes, welches im IT-Bereich durchaus als sehr groß angesehen werden kann, sind hier oft ausschlaggebende Faktoren für den Misserfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bund entschloss sich zwar das Projekt Fiscus zu begraben, doch ist er mutig genug einen Nachfolger ins leben zu rufen.  &lt;br /&gt;
Unter dem Namen [[KONSENS]] (Koordinierte neue Softwareentwicklung der Steuerverwaltung) will der Bund die Idee einer bundesweit einheitlichen Besteuerungssoftware doch noch verwirklichen.&lt;br /&gt;
Dieses System baut jedoch auf bereits in den Bundesländern eingesetzter Software, speziell des Landes Bayern ([[EOSS]]) und Nordrhein-Westfalen, auf.&lt;br /&gt;
Bei KONSENS sollen die fünf größten Bundesländer (Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg) die Software gemeinsam entwickeln und den kleinern Ländern anschließend zur Verfügung stellen. Der Bund trägt bei diesem Projekt keinerlei Verantwortung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob dieses Mammut Projekt in dieser Konstellation zu bewältigen ist, ist noch zu beweisen. Klar ist jedoch, dass FISCUS nicht nur immense Kosten bereitet hat, sondern auch der Misserfolg weiterhin Kosten verursacht; nicht zuletzt durch die Tatsache eines immer noch fehlenden IT-Systems zur Unterstützung der Finanzämter.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt Fiscus kann als Präsidenzfall für ein [[gescheitertes Projekt]] angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Links=&lt;br /&gt;
*[http://www.fiscus.info/index_fiscus.html Homepage der Fiscus GmbH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.rechnungshof.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/974/B019_2005.pdf Die Beteiligung des Landes NRW am Projekt Fiscus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.parlament-berlin.de/ados/Haupt/vorgang/h15-2681-v.pdf Bericht des Landes Berlin]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=FISCUS&amp;diff=2621</id>
		<title>FISCUS</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=FISCUS&amp;diff=2621"/>
		<updated>2006-07-07T16:49:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: Links hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das [[Projekt]] FISCUS (Föderales Integriertes Standardisiertes Computerunterstütztes Steuersystem) stellt ein bundesweites IT-Projekt dar, welches von den Bundesländern unter Unterstützung des Bundes im Jahre 1993 begonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Erstversuch Fiscus =&lt;br /&gt;
== Allgemeine Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Ziel des Projekts war es eine bundesweit einheitliche Softwarelösung zur Automatisierung des Besteuerungsverfahren zu entwickeln, welches in sämtlichen deutschen Finanzbehörden eingesetzt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich sollte ein länderübergreifender Zugriff auf die Steuerdaten ermöglicht werden, welcher mit der bisherigen Software nicht möglich war. Diese mangelnde DV-Unterstützung erschwerte die Bekämpfung von Steuerbetrug bei länderübergreifenden Sachverhalten ungemein.&lt;br /&gt;
Weitere Gründe, welche für das Projekt sprachen, waren zum einen die aufwendige Wartung der bisherigen Software. Nicht nur, dass diese, in den 60er bis 70er Jahren entwickelte Software, noch überwiegend in Cobol und Assembler geschrieben war, was die Wartung und Änderung bereits aufwendig genug machte, so waren Anpassungen zudem auch noch mehrmals notwendig, da in den einzelnen Bundesländern verschiedene Programme zum Einsatz kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Anforderungen an die Steuerverwaltung zudem ständig ansteigen, beispielsweise durch zunehmende Fallzahlen und häufige Änderungen des Steuerrechts war es notwendig ein zentrales, objektorientiertes System zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektumfang ==&lt;br /&gt;
Die Software sollte die Steuerverwaltungen der Länder in allen gesetzlich zugewiesenen Aufgaben, insbesondere im Besteuerungsverfahren, unterstützen und diese automatisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haupteinsatzort des endgültigen Systems sollten hier die Finanzämter und Landesfinanzbehörden sein, wobei auch an die Anbindung eventueller externer Partner, wie Steuerberater, Rücksicht genommen werden sollte.&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik erstrecken sich insgesamt circa 650 Finanzämter. Schwierigkeit hierbei ist, dass diese teilweise sehr unterschiedliche Aufgabenbereiche verantworten, wie nur die Zuständigkeit für bestimmte Steuerarten, und dazu noch völlig verschiedene Organisationsstrukturen aufweisen können.&lt;br /&gt;
Die Mitarbeiteranzahl variiert pro Amt zwischen 50 bis 800 Beschäftigten, welche für circa 120.000 Einwohner verantwortlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System soll daher pro Jahr circa 30 Millionen Steuerfälle verwalten und soll eine Benutzerzahl von 100.000-120.000 Beamten  zulassen. Diese kann sich durch die Anbindung externer Partner und Steuerzahlern noch drastisch erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung und Organisation ==&lt;br /&gt;
Das Projekt bestand aus einer Reihe von Teilprodukten, welche in vorm von Modulen auf die einzelnen Länder verteilt wurden. Hierbei sollte jedes Land, je nach Größe mindestens ein Modul, unter Abstimmung mit den anderen Ländern, entwickeln. Die dadurch entstehenden kosten sollte jedes Land selbst tragen.&lt;br /&gt;
Beginnend sollten Grobkonzepte, gefolgt von Feinkonzepten erstellt werden, welchen die eigentliche Programmierung folgen solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bundesweite Einsatz sollte jeweils 3 Jahre nach Freigabe erfolgen, wodurch eine ausgiebige Testphase in einzelnen Finanzämtern erfolgen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlegend war der Gedanke der [[Objekt-Technologie]]. Architekturmodelle sollten mit der Unified Modeling Language ([[UML]]) erstellt werden. Dokumentation und Design in [[Rational Rose]]. Als Programmiersprache sollte [[Java]] auf einer mehrstufigen [[Client/Server Architektur]] eingesetzt werden. Als Speicher dienten relationale Datenbanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerpunkte bei der Entwicklung waren Skalierbarkeit, Sicherheit und die Nutzung offener Standards.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koordination des Projekts übernahm der Bund. Dazu wurde die Koordinierungsstelle für die Neukonzeption des automatisierten Besteuerungsverfahren – kurz KAS – mit ihrem Hauptsitz im Bundesministerium und beim Bundesamt für Finanzen eingerichtet. Die Kosten hierfür trug der Bund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Gesamtprojekt waren zu Beginn circa 120 Programmierer in den Ländern, 30 koordinierende Mitarbeiter in der KAS und einige Entscheider aus den einzelnen Bundesländern beteiligt. Dazu kamen zusätzliche externe Berater und Entwickler. &lt;br /&gt;
Das Gesamtbudget wurde zu Beginn auf 170 Millionen € festgesetzt. Der Bundesfinanzhof verzichtet auf Darstellung der Projektplanung und -durchführung und erwarte lediglich im Jahr 2000 - also erst 8 Jahre nach Beginn - einen Ergebnisbericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problemfaktoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Abstimmungsprobleme/n&lt;br /&gt;
Durch die breit verteilte Projektstruktur Schwierigkeiten im föderalen Abstimmungsprozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu viele Entscheidungsträger/n&lt;br /&gt;
Mitentscheidungsrecht aller Bundesländer und der KAS/n&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;Zu viele Köche verderben den Brei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Arbeitslast/n&lt;br /&gt;
Notwendigkeit bestehende Software, der einzelnen Länder, zu pflegen und zu warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Planung / Dokumentation/n&lt;br /&gt;
verzichtet auf Darstellung der Projektplanung und -durchführung bis zum Jahr 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnis == &lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 weißte das Projekt einen erheblichen Entwicklungsrückstand auf. Kein einziges Teilprodukt war zu diesem Zeitpunkt wie geplant fertig gestellt.&lt;br /&gt;
Für den Abschluss des Projekts zeichnete sich eine erhebliche Budgetüberschreitung an, was ein hohes Abbruchrisiko darstellte.&lt;br /&gt;
Dieses Zwischenergebnis bewegte schließlich Bayern dazu aus dem Projekt auszusteigen, um sein eigenes Projekt [[EOSS2]] (Evolutionär orientierte Steuersoftware) weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
Der restliche FISCUS Verbund entschied sich dazu das Projekt mit einer anderen Organisationsstuktur weiterzuführen. Dazu wurde die FISCUS GmbH gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Neustart FISCUS GmbH =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der privatwirtschaftliche FISCUS GmbH sollte ein Neustart des bereits gescheiterten Projekts durch Outsourcing unternommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung == &lt;br /&gt;
Die Gründung wurde durch 15 Bundesländer (alle außer Bayern) und dem Bund unter Führung der Gesellschafter beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgte ebenfalls durch die Länder und den Bund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlicher Gedanke war es die Software nun zentral zu entwickeln und damit die Organisation und Kommunikation zu erleichtern und eine klare Auftraggeber-Auftragnehmer-Struktur zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Personal wurde hauptsächlich auf dem freien Arbeitsmarkt erworben. Unterstützt wurde es durch zu Programmierern umgeschulte Verwaltungsfachangestellte und Beamte. Außerdem war die Einbeziehung der bis zu diesem Zeitpunkt in Steuerverwaltungen eingesetzten Beschäftigten erforderlich um das steuerrechtliche Know-how zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
        &lt;br /&gt;
== Erneute Probleme == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Know-How Transfer/n&lt;br /&gt;
Das mühselig in acht Jahren erarbeitete Wissen wurde nur lückenhaft an die GmbH weitergegeben, wodurch das Projekt quasi wieder bei null startete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelndes Personal/n&lt;br /&gt;
Lange Einarbeitungszeiten und fehlende Gelder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kein Gesamtkonzept/n&lt;br /&gt;
Nur Teilkonzepte wurden in den Ländern erarbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unklares Auftraggeber Auftragnehmerverhältnis/n&lt;br /&gt;
Alle Länder fungierten als Auftraggeber mit unterschiedlichen Vorstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesrechnungshof empfahl Bund, sich ab 2007 nicht weiter an FISCUS zu beteiligen - denn schließlich sei die Steuererhebung Ländersache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektabbruch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 wurde das Projekt Fiscus endgültig abgebrochen, da das Projektbudget hoffnungslos überschritten wurde und sich weitere fünf Bundesländer (Sachsen, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt) aus dem Verbund lösten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Projektende waren lediglich drei Module fertig gestellt.&lt;br /&gt;
Die Online-Stammdatenabfrage (OSA), das Modul „Grunderwerbssteuer“ (GrESt), welches im Finanzamt in Hilden zum Einsatz kam, und das Modul „Bußgeldverfahren und Strafsachen“ (BuStra), im Einsatz in  Lübbek.&lt;br /&gt;
Diese wurden jedoch nie bundesweit eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich folgte die Liquidation der Fiscus GmbH am 31.02.2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kosten =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2005 werden die Entwicklungskosten auf 900 Millionen € geschätzt ohne, dass ein brauchbares Ergebnis  vorlag.&lt;br /&gt;
Das Projekt verschlang mit der Dauer von über 12 Jahren unzählige Mannstunden und sonstige Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgen sind die Projektkosten des Bundesland Nordrhein-Westfalen über die Dauer des Projekts aufgelistet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
= Fazit =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt Fiscus ist nur eines von vielen öffentlichen IT-Projekten, welches durch die schwierigen Verhältnisse und Einschränkungen die staatliche Projekte mit sich ziehen kläglich gescheitert ist.&lt;br /&gt;
Doch auch mangelndes Projektmanagement und Organisation, sowie Fehleinschätzung der Komplexität eines solchen Projektes, welches im IT-Bereich durchaus als sehr groß angesehen werden kann, sind hier oft ausschlaggebende Faktoren für den Misserfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bund entschloss sich zwar das Projekt Fiscus zu begraben, doch ist er mutig genug einen Nachfolger ins leben zu rufen.  &lt;br /&gt;
Unter dem Namen [[KONSENS]] (Koordinierte neue Softwareentwicklung der Steuerverwaltung) will der Bund die Idee einer bundesweit einheitlichen Besteuerungssoftware doch noch verwirklichen.&lt;br /&gt;
Dieses System baut jedoch auf bereits in den Bundesländern eingesetzter Software, speziell des Landes Bayern ([[EOSS]]) und Nordrhein-Westfalen, auf.&lt;br /&gt;
Bei KONSENS sollen die fünf größten Bundesländer (Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg) die Software gemeinsam entwickeln und den kleinern Ländern anschließend zur Verfügung stellen. Der Bund trägt bei diesem Projekt keinerlei Verantwortung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob dieses Mammut Projekt in dieser Konstellation zu bewältigen ist, ist noch zu beweisen. Klar ist jedoch, dass FISCUS nicht nur immense Kosten bereitet hat, sondern auch der Misserfolg weiterhin Kosten verursacht; nicht zuletzt durch die Tatsache eines immer noch fehlenden IT-Systems zur Unterstützung der Finanzämter.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Links=&lt;br /&gt;
*[http://www.fiscus.info/index_fiscus.html Homepage der Fiscus GmbH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.rechnungshof.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/974/B019_2005.pdf Die Beteiligung des Landes NRW am Projekt Fiscus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.parlament-berlin.de/ados/Haupt/vorgang/h15-2681-v.pdf Bericht des Landes Berlin]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=FISCUS&amp;diff=2620</id>
		<title>FISCUS</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=FISCUS&amp;diff=2620"/>
		<updated>2006-07-07T16:33:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Projekt FISCUS (Föderales Integriertes Standardisiertes Computerunterstütztes Steuersystem) stellt ein bundesweites IT-Projekt dar, welches von den Bundesländern unter Unterstützung des Bundes im Jahre 1993 begonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Erstversuch Fiscus =&lt;br /&gt;
== Allgemeine Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Ziel des Projekts war es eine bundesweit einheitliche Softwarelösung zur Automatisierung des Besteuerungsverfahren zu entwickeln, welches in sämtlichen deutschen Finanzbehörden eingesetzt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich sollte ein länderübergreifender Zugriff auf die Steuerdaten ermöglicht werden, welcher mit der bisherigen Software nicht möglich war. Diese mangelnde DV-Unterstützung erschwerte die Bekämpfung von Steuerbetrug bei länderübergreifenden Sachverhalten ungemein.&lt;br /&gt;
Weitere Gründe, welche für das Projekt sprachen, waren zum einen die aufwendige Wartung der bisherigen Software. Nicht nur, dass diese, in den 60er bis 70er Jahren entwickelte Software, noch überwiegend in Cobol und Assembler geschrieben war, was die Wartung und Änderung bereits aufwendig genug machte, so waren Anpassungen zudem auch noch mehrmals notwendig, da in den einzelnen Bundesländern verschiedene Programme zum Einsatz kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Anforderungen an die Steuerverwaltung zudem ständig ansteigen, beispielsweise durch zunehmende Fallzahlen und häufige Änderungen des Steuerrechts war es notwendig ein zentrales, objektorientiertes System zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektumfang ==&lt;br /&gt;
Die Software sollte die Steuerverwaltungen der Länder in allen gesetzlich zugewiesenen Aufgaben, insbesondere im Besteuerungsverfahren, unterstützen und diese automatisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haupteinsatzort des endgültigen Systems sollten hier die Finanzämter und Landesfinanzbehörden sein, wobei auch an die Anbindung eventueller externer Partner, wie Steuerberater, Rücksicht genommen werden sollte.&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik erstrecken sich insgesamt circa 650 Finanzämter. Schwierigkeit hierbei ist, dass diese teilweise sehr unterschiedliche Aufgabenbereiche verantworten, wie nur die Zuständigkeit für bestimmte Steuerarten, und dazu noch völlig verschiedene Organisationsstrukturen aufweisen können.&lt;br /&gt;
Die Mitarbeiteranzahl variiert pro Amt zwischen 50 bis 800 Beschäftigten, welche für circa 120.000 Einwohner verantwortlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System soll daher pro Jahr circa 30 Millionen Steuerfälle verwalten und soll eine Benutzerzahl von 100.000-120.000 Beamten  zulassen. Diese kann sich durch die Anbindung externer Partner und Steuerzahlern noch drastisch erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung und Organisation ==&lt;br /&gt;
Das Projekt bestand aus einer Reihe von Teilprodukten, welche in vorm von Modulen auf die einzelnen Länder verteilt wurden. Hierbei sollte jedes Land, je nach Größe mindestens ein Modul, unter Abstimmung mit den anderen Ländern, entwickeln. Die dadurch entstehenden kosten sollte jedes Land selbst tragen.&lt;br /&gt;
Beginnend sollten Grobkonzepte, gefolgt von Feinkonzepten erstellt werden, welchen die eigentliche Programmierung folgen solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bundesweite Einsatz sollte jeweils 3 Jahre nach Freigabe erfolgen, wodurch eine ausgiebige Testphase in einzelnen Finanzämtern erfolgen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlegend war der Gedanke der Objekt-Technologie. Architekturmodelle sollten mit der Unified Modeling Language (UML) erstellt werden. Dokumentation und Design in Rational Rose. Als Programmiersprache sollte Java auf einer mehrstufigen Client/Server Architektur eingesetzt werden. Als Speicher dienten relationale Datenbanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerpunkte bei der Entwicklung waren Skalierbarkeit, Sicherheit und die Nutzung offener Standards.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koordination des Projekts übernahm der Bund. Dazu wurde die Koordinierungsstelle für die Neukonzeption des automatisierten Besteuerungsverfahren – kurz KAS – mit ihrem Hauptsitz im Bundesministerium und beim Bundesamt für Finanzen eingerichtet. Die Kosten hierfür trug der Bund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Gesamtprojekt waren zu Beginn circa 120 Programmierer in den Ländern, 30 koordinierende Mitarbeiter in der KAS und einige Entscheider aus den einzelnen Bundesländern beteiligt. Dazu kamen zusätzliche externe Berater und Entwickler. &lt;br /&gt;
Das Gesamtbudget wurde zu Beginn auf 170 Millionen € festgesetzt. Der Bundesfinanzhof verzichtet auf Darstellung der Projektplanung und -durchführung und erwarte lediglich im Jahr 2000 - also erst 8 Jahre nach Beginn - einen Ergebnisbericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problemfaktoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Abstimmungsprobleme/n&lt;br /&gt;
Durch die breit verteilte Projektstruktur Schwierigkeiten im föderalen Abstimmungsprozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu viele Entscheidungsträger/n&lt;br /&gt;
Mitentscheidungsrecht aller Bundesländer und der KAS/n&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;Zu viele Köche verderben den Brei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zu große Arbeitslast/n&lt;br /&gt;
Notwendigkeit bestehende Software, der einzelnen Länder, zu pflegen und zu warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelnde Planung / Dokumentation/n&lt;br /&gt;
verzichtet auf Darstellung der Projektplanung und -durchführung bis zum Jahr 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnis == &lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 weißte das Projekt einen erheblichen Entwicklungsrückstand auf. Kein einziges Teilprodukt war zu diesem Zeitpunkt wie geplant fertig gestellt.&lt;br /&gt;
Für den Abschluss des Projekts zeichnete sich eine erhebliche Budgetüberschreitung an, was ein hohes Abbruchrisiko darstellte.&lt;br /&gt;
Dieses Zwischenergebnis bewegte schließlich Bayern dazu aus dem Projekt auszusteigen, um sein eigenes Projekt EOSS2 (Evolutionär orientierte Steuersoftware) weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
Der restliche FISCUS Verbund entschied sich dazu das Projekt mit einer anderen Organisationsstuktur weiterzuführen. Dazu wurde die FISCUS GmbH gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Neustart FISCUS GmbH =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der privatwirtschaftliche FISCUS GmbH sollte ein Neustart des bereits gescheiterten Projekts durch Outsourcing unternommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung == &lt;br /&gt;
Die Gründung wurde durch 15 Bundesländer (alle außer Bayern) und dem Bund unter Führung der Gesellschafter beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgte ebenfalls durch die Länder und den Bund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlicher Gedanke war es die Software nun zentral zu entwickeln und damit die Organisation und Kommunikation zu erleichtern und eine klare Auftraggeber-Auftragnehmer-Struktur zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Personal wurde hauptsächlich auf dem freien Arbeitsmarkt erworben. Unterstützt wurde es durch zu Programmierern umgeschulte Verwaltungsfachangestellte und Beamte. Außerdem war die Einbeziehung der bis zu diesem Zeitpunkt in Steuerverwaltungen eingesetzten Beschäftigten erforderlich um das steuerrechtliche Know-how zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
        &lt;br /&gt;
== Erneute Probleme == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Know-How Transfer/n&lt;br /&gt;
Das mühselig in acht Jahren erarbeitete Wissen wurde nur lückenhaft an die GmbH weitergegeben, wodurch das Projekt quasi wieder bei null startete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mangelndes Personal/n&lt;br /&gt;
Lange Einarbeitungszeiten und fehlende Gelder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kein Gesamtkonzept/n&lt;br /&gt;
Nur Teilkonzepte wurden in den Ländern erarbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unklares Auftraggeber Auftragnehmerverhältnis/n&lt;br /&gt;
Alle Länder fungierten als Auftraggeber mit unterschiedlichen Vorstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesrechnungshof empfahl Bund, sich ab 2007 nicht weiter an FISCUS zu beteiligen - denn schließlich sei die Steuererhebung Ländersache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektabbruch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 wurde das Projekt Fiscus endgültig abgebrochen, da das Projektbudget hoffnungslos überschritten wurde und sich weitere fünf Bundesländer (Sachsen, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt) aus dem Verbund lösten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Projektende waren lediglich drei Module fertig gestellt.&lt;br /&gt;
Die Online-Stammdatenabfrage (OSA), das Modul „Grunderwerbssteuer“ (GrESt), welches im Finanzamt in Hilden zum Einsatz kam, und das Modul „Bußgeldverfahren und Strafsachen“ (BuStra), im Einsatz in  Lübbek.&lt;br /&gt;
Diese wurden jedoch nie bundesweit eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich folgte die Liquidation der Fiscus GmbH am 31.02.2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kosten =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2005 werden die Entwicklungskosten auf 900 Millionen € geschätzt ohne, dass ein brauchbares Ergebnis  vorlag.&lt;br /&gt;
Das Projekt verschlang mit der Dauer von über 12 Jahren unzählige Mannstunden und sonstige Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgen sind die Projektkosten des Bundesland Nordrhein-Westfalen über die Dauer des Projekts aufgelistet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
= Fazit =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt Fiscus ist nur eines von vielen öffentlichen IT-Projekten, welches durch die schwierigen Verhältnisse und Einschränkungen die staatliche Projekte mit sich ziehen kläglich gescheitert ist.&lt;br /&gt;
Doch auch mangelndes Projektmanagement und Organisation, sowie Fehleinschätzung der Komplexität eines solchen Projektes, welches im IT-Bereich durchaus als sehr groß angesehen werden kann, sind hier oft ausschlaggebende Faktoren für den Misserfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bund entschloss sich zwar das Projekt Fiscus zu begraben, doch ist er mutig genug einen Nachfolger ins leben zu rufen.  &lt;br /&gt;
Unter dem Namen KONSENS (Koordinierte neue Softwareentwicklung der Steuerverwaltung) will der Bund die Idee einer bundesweit einheitlichen Besteuerungssoftware doch noch verwirklichen.&lt;br /&gt;
Dieses System baut jedoch auf bereits in den Bundesländern eingesetzter Software, speziell des Landes Bayern (EOSS) und Nordrhein-Westfalen, auf.&lt;br /&gt;
Bei KONSENS sollen die fünf größten Bundesländer (Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg) die Software gemeinsam entwickeln und den kleinern Ländern anschließend zur Verfügung stellen. Der Bund trägt bei diesem Projekt keinerlei Verantwortung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob dieses Mammut Projekt in dieser Konstellation zu bewältigen ist, ist noch zu beweisen. Klar ist jedoch, dass FISCUS nicht nur immense Kosten bereitet hat, sondern auch der Misserfolg weiterhin Kosten verursacht; nicht zuletzt durch die Tatsache eines immer noch fehlenden IT-Systems zur Unterstützung der Finanzämter.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Links=&lt;br /&gt;
*[http://www.fiscus.info/index_fiscus.html Homepage der Fiscus GmbH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.rechnungshof.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/974/B019_2005.pdf Die Beteiligung des Landes NRW am Projekt Fiscus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.parlament-berlin.de/ados/Haupt/vorgang/h15-2681-v.pdf Bericht des Landes Berlin]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=Gescheitertes_Projekt&amp;diff=2622</id>
		<title>Gescheitertes Projekt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=Gescheitertes_Projekt&amp;diff=2622"/>
		<updated>2006-07-07T15:54:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: Links hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definitionen ==&lt;br /&gt;
=== Der Begriff Scheitern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Scheitern findet seinen Ursprung in der Seefahrt. Das Scheitern bezeichnet hier das Zerschellen eines Schiffes, welches vom Sturm auf Klippen oder Felsen geworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet es das Nichterreichen eines gesetzten Zieles aufgrund bestimmter Störfaktoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synonyme hierfür: durchfallen, versagen, fehlschlagen, missglücken, misslingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition Gescheitertes Projekt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Projekt]] wird durch folgende Vorgaben definiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zielvorgabe&lt;br /&gt;
*zeitliche, personelle und andere Begrenzungen&lt;br /&gt;
*Abgrenzung gegenüber anderer Vorhaben&lt;br /&gt;
*projektspezifische Organisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Projekt kann das als gescheitert angesehen werden, wenn mindestens eine der Randbedingungen nicht erfüllt wurde oder das Projekt vorzeitig abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
Daher kann auch ein abgeschlossenes Projekt ein gescheitertes Projekt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistiken ==&lt;br /&gt;
Laut Untersuchungen der [[Standish-Group]], welche im sogenennten [[Chaos-Report]] veröffentlicht wurden, scheitern 84% aller IT-Projekte in den USA.&lt;br /&gt;
Dabei wird in drei Kategorien unterteilt:&lt;br /&gt;
*31,1% nicht erfolgreich&lt;br /&gt;
*52,7% teilweise erfolgreich&lt;br /&gt;
*nur 16,2% erfolgreich abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische [[OASIG-Studie]] benennt ebenfalls etwa 80% mit der steigenden Tendenz in Richtung 90%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schweizer Bundesamt für Berufsbildung und Technologie]] kommt 50%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den bundesdeutschen Raum fehlen durchweg die harten Zahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für das Scheitern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Soft-skills]] ===&lt;br /&gt;
Oft werden mangelnde soft-skills als einer der Hauptgründe für das Scheitern von Projekten erwähnt. Der Faktor Mensch und dem Faktor Unternehmenskultur werden vor allem in den IT-Projekten oft zu wenig Bedeutung geschenkt. Die wenigsten haben in ihrer Ausbildung gelernt, wie man Konflikte im Berufsleben meistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Dogmatismus]] ===&lt;br /&gt;
Laut Wörterbuch: „Unkritisches Festhalten an Lehrmeinungen und Glaubenssätzen“. Da die meisten Unternehmenskulturen junge und dynamische Mitarbeiter präferieren, mangelt es oft an Erfahrungswerten. Festgelegte Strategien, sowie der dogmatische Einsatz von Programmiersprachen und Tools, stellen große Faktoren für das Scheitern dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auftragnehmer – Auftraggeber Beziehung === &lt;br /&gt;
Kommuniktationslücken zwischen dem eigentlichen Kunden und dem Auftragnehmer führen zu nicht gewünschten Ergebnissen. Dies liegt meist daran, dass der Kunde mit seinem Laiendasein, die technischen Punkte nicht versteht oder verstehen kann und der Auftragnehmer  oft Kundenwünschen technisch gar nicht realisieren kann. Somit scheitern Projekte oft schon in der Definition der Ziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Falsche Kalkulationen === &lt;br /&gt;
Kalkulationszahlen zu Beginn des Projektes können oft nicht eingehalten werden, da im Laufe des Projektes sich noch unberücksichtigte Kosten ergeben. Aufgrund der Verlaufsdauer des Projekts sind Kalkulationen meist nur Schätzungen der tatsächlich anfallenden Kosten. Vor allem bei großen staatlichen Projekten sind mitunter erhebliche Unterschiede feststellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlechtes [[Projektmanagement]] === &lt;br /&gt;
Mangelnde oder gar fehlende Planung führen garantiert zu einem gescheiterten Projekt. Auch unzureichend informiertes Personal durch die Projektleitung ist ein weiteres Zeichen für ein schlechtes Projektmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Fluktuation]] der Mitarbeiter === &lt;br /&gt;
Je nach Dauer des Projektes, ist die Gefahr der Fluktuation sehr groß und neue Mitarbeiter müssen wieder neu eingearbeitet werden, was Verzögerungen hervorruft. Eingearbeitete Mitarbeiter, die das Projekt vorzeitig verlassen, stellen einen erhebliche Verzögerung dar und gleichzeitig eine Herausforderung für das Projektmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltaspekte === &lt;br /&gt;
Gerade bei großen staatlichen Projekten oder staatlich geförderten, wie zum Beispiel dem Transrapid, scheitert das Projekt an der Missachtung der Umweltaspekte. Mit Umwelt ist hier außer der Natur auch die Bevölkerung gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für gescheiterte Projekte ==&lt;br /&gt;
*[[Fiscus]]&lt;br /&gt;
*[[BASIS II]]&lt;br /&gt;
*[[Inpol-Neu]]&lt;br /&gt;
*[[Toll Collect]]&lt;br /&gt;
*[[elektronische Gesundheitskarte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.gulp.de/kb/it/projekt/itprojekteins_f.html Woran scheitern IT-Projekte - www.gulp.de, 2001]&lt;br /&gt;
*[http://www.standishgroup.com/sample_research/chaos_1994_1.php Chaos Report - Standish Group, 1994]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=Gescheitertes_Projekt&amp;diff=2619</id>
		<title>Gescheitertes Projekt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://glossar.hs-augsburg.de/w/index.php?title=Gescheitertes_Projekt&amp;diff=2619"/>
		<updated>2006-07-07T15:45:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Morgner: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definitionen ==&lt;br /&gt;
=== Der Begriff Scheitern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Scheitern findet seinen Ursprung in der Seefahrt. Das Scheitern bezeichnet hier das Zerschellen eines Schiffes, welches vom Sturm auf Klippen oder Felsen geworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet es das Nichterreichen eines gesetzten Zieles aufgrund bestimmter Störfaktoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synonyme hierfür: durchfallen, versagen, fehlschlagen, missglücken, misslingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition Gescheitertes Projekt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Projekt]] wird durch folgende Vorgaben definiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zielvorgabe&lt;br /&gt;
*zeitliche, personelle und andere Begrenzungen&lt;br /&gt;
*Abgrenzung gegenüber anderer Vorhaben&lt;br /&gt;
*projektspezifische Organisation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Projekt kann das als gescheitert angesehen werden, wenn mindestens eine der Randbedingungen nicht erfüllt wurde oder das Projekt vorzeitig abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
Daher kann auch ein abgeschlossenes Projekt ein gescheitertes Projekt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistiken ==&lt;br /&gt;
Laut Untersuchungen der [[Standish-Group]], welche im sogenennten [[Chaos-Report]] veröffentlicht wurden, scheitern 84% aller IT-Projekte in den USA.&lt;br /&gt;
Dabei wird in drei Kategorien unterteilt:&lt;br /&gt;
*31,1% nicht erfolgreich&lt;br /&gt;
*52,7% teilweise erfolgreich&lt;br /&gt;
*nur 16,2% erfolgreich abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische [[OASIG-Studie]] benennt ebenfalls etwa 80% mit der steigenden Tendenz in Richtung 90%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schweizer Bundesamt für Berufsbildung und Technologie]] kommt 50%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den bundesdeutschen Raum fehlen durchweg die harten Zahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für das Scheitern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Soft-skills]] ===&lt;br /&gt;
Oft werden mangelnde soft-skills als einer der Hauptgründe für das Scheitern von Projekten erwähnt. Der Faktor Mensch und dem Faktor Unternehmenskultur werden vor allem in den IT-Projekten oft zu wenig Bedeutung geschenkt. Die wenigsten haben in ihrer Ausbildung gelernt, wie man Konflikte im Berufsleben meistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Dogmatismus]] ===&lt;br /&gt;
Laut Wörterbuch: „Unkritisches Festhalten an Lehrmeinungen und Glaubenssätzen“. Da die meisten Unternehmenskulturen junge und dynamische Mitarbeiter präferieren, mangelt es oft an Erfahrungswerten. Festgelegte Strategien, sowie der dogmatische Einsatz von Programmiersprachen und Tools, stellen große Faktoren für das Scheitern dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auftragnehmer – Auftraggeber Beziehung === &lt;br /&gt;
Kommuniktationslücken zwischen dem eigentlichen Kunden und dem Auftragnehmer führen zu nicht gewünschten Ergebnissen. Dies liegt meist daran, dass der Kunde mit seinem Laiendasein, die technischen Punkte nicht versteht oder verstehen kann und der Auftragnehmer  oft Kundenwünschen technisch gar nicht realisieren kann. Somit scheitern Projekte oft schon in der Definition der Ziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Falsche Kalkulationen === &lt;br /&gt;
Kalkulationszahlen zu Beginn des Projektes können oft nicht eingehalten werden, da im Laufe des Projektes sich noch unberücksichtigte Kosten ergeben. Aufgrund der Verlaufsdauer des Projekts sind Kalkulationen meist nur Schätzungen der tatsächlich anfallenden Kosten. Vor allem bei großen staatlichen Projekten sind mitunter erhebliche Unterschiede feststellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlechtes [[Projektmanagement]] === &lt;br /&gt;
Mangelnde oder gar fehlende Planung führen garantiert zu einem gescheiterten Projekt. Auch unzureichend informiertes Personal durch die Projektleitung ist ein weiteres Zeichen für ein schlechtes Projektmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Fluktuation]] der Mitarbeiter === &lt;br /&gt;
Je nach Dauer des Projektes, ist die Gefahr der Fluktuation sehr groß und neue Mitarbeiter müssen wieder neu eingearbeitet werden, was Verzögerungen hervorruft. Eingearbeitete Mitarbeiter, die das Projekt vorzeitig verlassen, stellen einen erhebliche Verzögerung dar und gleichzeitig eine Herausforderung für das Projektmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltaspekte === &lt;br /&gt;
Gerade bei großen staatlichen Projekten oder staatlich geförderten, wie zum Beispiel dem Transrapid, scheitert das Projekt an der Missachtung der Umweltaspekte. Mit Umwelt ist hier außer der Natur auch die Bevölkerung gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für gescheiterte Projekte ==&lt;br /&gt;
*[[Fiscus]]&lt;br /&gt;
*[[BASIS II]]&lt;br /&gt;
*[[Inpol-Neu]]&lt;br /&gt;
*[[Toll Collect]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Morgner</name></author>
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