4:x:x Faktor: Unterschied zwischen den Versionen

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*{{Quelle|Wright, S. (2006): Digital Compositing for Film and Video}}
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Version vom 17. September 2011, 14:24 Uhr

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1 Definition

Bei dem 4:x:x Faktor handelt es sich um ein Komprimierungsverfahren das eingesetzt wird, um die Bandbreite bei Videosignalen zu verringern.

2 Allgemeines

Das Verfahren basiert auf der Beobachtung, dass das Auge viel empfindlicher auf Luminanz (Helligkeit) reagiert als auf Farbe. Deshalb wird in Videokameras
das RGB-Signal in ein YUV-Signal umgewandelt. Es ist immer noch ein Drei-Kanal-Bild, aber anstatt einen Kanal für eine Farbe zu nutzen, werden die YUV-Kanäle
mathematisch aus dem RGB-Signal gemixt. Der "Y"-Kanal beinhaltet nur die Luminanz (Helligkeit), während "U" und "V" jeweils Farbwerte enthalten (Chrominanz).
Ein Kanal beinhaltet den Farbwert und die Sättigung von Orange-Cyan, während der andere den Farbwert und die Sättigung von Gelb-Grün-Magenta beinhaltet.

3 Faktor

3.1 4:1:1

Auf vier Pixel im Luminanz-Kanal kommt jeweils nur ein Pixel pro Chrominanz-Kanal.
Durch Subsampling werden die Chrominanzpixel vierfach so breit.

3.2 4:2:2

Auf vier Pixel im Luminanz-Kanal kommen jeweils nur zwei Pixel pro Chrominanz-Kanal.
Durch Subsampling werden die Chrominanzpixel doppelt so breit.
Dieser Faktor ist üblich bei D1, Digital Beta (Digibeta), DVCPro50 und DVCProHD.
Eine Variation davon ist 4:2:0 wovon PAL DV und MPEG-2 Gebrauch machen.

4 Nachteile

Die fehlenden Farbinformationen verursachen starke Probleme bei Visual Effects. Besonders
Chrominanz-basierte Operationen, wie etwa Greenscreen Operationen, sind davon stark betroffen.

5 Quellen

  1. Wright (2006): Steve Wright; Digital Compositing for Film and Video; Auflage: 2; Verlag: Focal Press; Adresse: Oxford UK; ISBN: 978-0-240-80760-7; 2006; Quellengüte: 5 (Buch)