Web Content Accessibililty Guidelines

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1 Definition

Bei den Web Content Accessibililty Guidelines (WCAG) handelt es sich um Richtlinien, die erläutern, wie Web-Inhalte für Behinderte zugänglich gemacht werden können. Diese Richtlinien richten sich an alle Entwickler von Web-Inhalten (Autoren von Web-Seiten und Site-Designer) und an Entwickler von Tools zur Seitenerstellung. Das primäre Ziel dieser Richtlinien ist die Förderung der Zugänglichkeit. Gleichwohl wird die Befolgung dieser Richtlinien das Web für alle Benutzer verbessern, gleich welchen Benutzeragenten sie benutzen (z. B. Desktop-Browser, Sprach-Browser, Computer im Auto usw.) oder unter welchen Einschränkungen sie arbeiten mögen (z. B. laute Umgebungen, schlecht oder zu hell beleuchtete Räume, Umgebungen, in denen die Hände nicht benutzt werden können usw.). Die Befolgung dieser Richtlinien wird auch dazu beitragen, Informationen im Web schneller aufzufinden. Diese Richtlinien sollen Entwickler von Inhalten nicht davon abhalten, Bilder, Videos usw. einzusetzen; sie sollen vielmehr erläutern, wie Multimedia-Inhalte besser zugänglich für ein breites Publikum gemacht werden können.

2 WCAG Version 1.0

Die WCAG in der Version 1.0 wurden am 5. Mai 1999 veröffentlicht. Sie bestehen aus 14 einzelnen Richtlinien mit mehreren Unterpunkten und gelten unabhängig von den verwendeten Technologien. Die Grundidee ist die bevorzugte Verwendung von Text vor grafischen Inhalten. Die Unterpunkte der 14 Richtlinien werden in drei verschiedene Prioritäten bezüglich der Dringlichkeit der Umsetzung eingeteilt:

  1. Muss-Kriterien, die vollständig umgesetzt werden müssen, da andernfalls für bestimmte Gruppen der Zugriff unmöglich wird
  2. Soll-Kriterien, werden sie nicht umgesetzt, kann ein Zugriff auf die Informationen erschwert werden
  3. Kann-Kriterien erleichtern den Zugriff auf Informationen etwas

3 WCAG Version 2.0

Die WCAG in der Version 2.0 befinden sich seit Dezember 2008 in der Recommendationphase. Dieser Versuch lässt bereits einen völlig anderen Ansatz erkennen. Die Basis stellt das allgemeinere Auseinandersetzen mit dem Thema Barrierefreiheit dar, anstatt direkt von HTML auszugehen. Die überarbeiteten Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) verfügen über einige Vorteile gegenüber dem Vorgänger WCAG 1.0. Beispielsweise wurde die Testbarkeit der Erfolgskriterien verbessert. Dabei ist nicht der maschinelle Test z.B. durch Accessibility Checks gemeint. Die Richtlinien wurden so eindeutig formuliert, dass Evaluationen einer Webseite durch verschiedene Prüfer zwingend zum selben Ergebnis führen. Darüber hinaus können die WCAG 2.0 durch die eindeutigere Formulierung besser von Webentwicklern bei der Realisierung einer Webseite genutzt werden.

4 Quellen