Mobbing/Folgen

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1 Mobbingfolgen

1.1 Folgen für den Betroffenen selbst

Mobbing ist aus medizinischer Sicht für den Betroffenen eine extreme Form von psychischer Belastung, die zu bekannten Stressreaktionen führt. Schon nach weniger Zeit zeigen sich frühe Stresssymptome wie Niedergeschlagenheit, Schlafprobleme oder etwa schon erkennbare leichte Depressionen. Diese können bei weiterem Fortschreiten des Mobbings zu Persönlichkeitsstörungen, Minderung des Selbstwertgefühls, Hautkrankheiten, Schlafstörungen führen. Es können sich chronische psychosomatische oder psychiatrische Störungen ausbilden und zu Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch führen. Letzten Endes kann Mobbing im allerschlimmsten Fall zu Suizidversuchen und Suiziden führen; nach Schätzungen ist Mobbing bei ca. 20% der jährlichen Suizidfälle eine Ursache.
Mobbing hat auch erhebliche Auswirkungen auf das Arbeits- und Leistungsverhalten. Laut der Repräsentativstudie von 2001 für Deutschland sind die häufigsten Auswirkungen (in mehr als der Hälfte aller Fälle) Demotivation, Misstrauen, Nervosität, Verunsicherung, Rückzug, innere Kündigung, Leistungs- und Denkblockaden, Selbstzweifel und mangelndes Konzenztrationsvermögen.

1.2 Folgen für das Unternehmen

Langfristig gesehen bedeuted Mobbing für das Unternehmen erhöhte krankheitsbedingte Fehlzeiten des Betroffenen. Wie oben erwähnt, beeinträchtigt Mobbing das Leistungsverhalten, sodass der Betroffene schlechte Leistungen erbringt. Mobbing erhöht auch die Personalfluktuation, was oft eine Verschlechterung des Betriebsklimas mit sich bringt. Dies kann sich wieder auf den Erfolg des Unternehmens auswirken. Somit stellt Mobbing für das Unternehmen einen Kostenfaktor dar:

  • Kosten durch Beschäftigung mit dem Mobbingfall
  • Fehlzeiten, sowie Versetzungskosten
  • Produktivitätsverlust
  • Opportunitätskosten
  • Verlust an öffentlichem Ansehen

2 Quellen

  • Axel Esser, "Mobbing", März 2005
  • Hoel, "Workplace bullying and stress", 2002

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