Beta-Verteilung

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1 Definition

Eine stetige Zufallsgröße [math]X = \Beta V(\alpha,\beta,a,b)\;[/math] heißt beta-verteilt, wenn ihre Verteilungsfunktion durch die Dichtefunktion

[math]f_X(x) = f_{\Beta V(\alpha,\beta,a,b)}(x) := \begin{cases} \frac{(x-a)^{\alpha -1}\cdot (b-x)^{\beta-1}}{\Beta(\alpha,\beta)\cdot (b-a)^{\alpha+\beta-1}}& \mbox{wenn } a \le x \le b \\ 0 & \mbox{sonst } \end{cases} [/math]

beschrieben werden kann. [math]\Beta(\alpha,\beta)[/math] ist dabei die Beta-Funktion.

[math]\alpha,\,\beta,\,a[/math] und [math]b[/math] heißen Parameter der Verteilung. Sie müssen die in der Tabelle angegebenen Bedingungen erfüllen.

2 Eigenschaften einer beta-verteilten Zufallsgröße

Parameter
(vgl. Parameter der
standardisierten
Beta-Verteilung
)
[math]\alpha \in ]0,\infty[[/math]
[math]\beta \in ]0,\infty[[/math]
[math]a \in ]-\infty,\infty[[/math]
[math]b \in ]-\infty,\infty[,\,b\gt a[/math]

[math]d := b-a \gt 0[/math]
Dichtefunktion
[math] f_{X,\alpha,\beta,a,b}(x) = \begin{cases} \frac{{(x-a)}^{\alpha -1}\cdot {(b-x)}^{\beta-1}}{{\Beta(\alpha,\beta)}\cdot d^{\alpha+\beta-1}}& \mbox{wenn } a \le x \le b \\ 0 & \mbox{sonst } \end{cases} [/math]
Stetigkeit
[math]f_X(x) \mbox{ ist stetig auf }]-\infty,\infty[[/math]
Träger
[math]f_X(x) \ne 0 \Leftrightarrow x \in ]a,b[ [/math]
Verteilungsfunktion
[math]F_X(x) =\int_{-\infty}^x \! f_X(t) \, \mathrm{d} t[/math] ist nicht elementar darstellbar
Modus
[math]c := a + d\frac{\alpha -1}{\alpha + \beta -2} = \frac{b(\alpha -1)+ a(\beta-1)}{\alpha+\beta-2}[/math]
[math]\operatorname{md}_X = \{c\}, \mbox{ falls } \alpha, \beta \ge 1 \mbox{ und } \alpha\beta \gt 1[/math]
Erwartungswert
[math]\mu(X) = \frac{b\alpha+ a\beta}{\alpha+\beta}[/math]
Varianz
[math]\operatorname{Var}(X) = \frac{d^2\alpha\beta}{(\alpha+\beta)^2(\alpha+\beta+1)}[/math]
Standardabweichung
[math]\sigma(X) = \frac{d}{(\alpha+\beta)} \sqrt{{\frac{\alpha\beta}{\alpha+\beta+1}}}[/math]

3 Zusammenhang zwischen allgemeiner und standardisierter Beta-Verteilung

In Beta-Verteilung (standardisiert) wird eine speziellere Dichtefunktion [math]f_{\Beta V(\alpha,\beta)}[/math] definiert. Wie hängen die hier definierte allgemeine Form und die dort definierte spezielle Form zusammen?

Zunächst sieht man anhand der Definitionen sofort, dass jede Dichtefunktion einer standardisierten Beta-Verteilungen auch eine Dichtefunktion einer allgemeinen Beta-Verteilungen ist:

[math]f_{\Beta V(\alpha,\beta)}(x) = f_{\Beta V(\alpha,\beta,0,1)}(x) \![/math]

Umgekehrt können alle Dichtefunktionen allgemeinen Beta-Verteilungen durch Linear-Transformationen aus entsprechenden Dichtefunktionen der standardisierten Beta-Verteilungen erzeugt werden:

[math] f_{\Beta V(\alpha,\beta,a,b)}(x) = \frac{1}{b-a}\cdot f_{\Beta V(\alpha,\beta)}\left(\frac{x-a}{b-a}\right) = \frac{1}{d}\cdot f_{\Beta V(\alpha,\beta)}\left(\frac{x-a}{d}\right) [/math]

Und damit gilt auch die Beziehung:

[math] F_{\Beta V(\alpha,\beta,a,b)}(x) = F_{\Beta V(\alpha,\beta)}\left(\frac{x-a}{b-a}\right) = F_{\Beta V(\alpha,\beta)}\left(\frac{x-a}{d}\right) [/math]

(Beweis der zweiten Aussage)

4 Quellen

  1. Kowarschick (PM): Wolfgang Kowarschick; Vorlesung „Projektmanagement“; Hochschule: Hochschule Augsburg; Adresse: Augsburg; Web-Link; 2014; Quellengüte: 3 (Vorlesung)
  2. Rinne (2003): Horst Rinne; Taschenbuch der Statistik; Auflage: 3; Verlag: Wissenschaftlicher Verlag Harri Deutsch; Adresse: Frankfurt am Main; ISBN: 3817116950; 2003; Quellengüte: 5 (Buch)
  3. WikipediaEn: Beta distribution
  4. Statwiki HU Berlin: Beta-Verteilung

5 Siehe auch

  1. Brighton Webs Ltd.: Beta Distribution
  2. Dreiecksverteilung