Metasprache: Unterschied zwischen den Versionen

aus GlossarWiki, der Glossar-Datenbank der Fachhochschule Augsburg
Kowa (Diskussion | Beiträge)
Kowa (Diskussion | Beiträge)
Zeile 83: Zeile 83:
=Gödelscher Unvollständigkeitssatz=
=Gödelscher Unvollständigkeitssatz=


<div class="formula">''Anworten Sie auf diese Frage mit einer Verneinung?''</div>
{{TBD| Quelle, Verweis auf Gödelschen Unvollständigkeitsatz}}<ref>vgl. {{Quelle|Hofstadter (1987), Seite}}</ref>


Diese selbstreferenzielle Frage kann nicht korrekt (mit „Ja“ oder „Nein“ oder Ähnlichem) beantwortet werden.
Gödel hat mit seinem berühmten [[Erster Gödelscher Unvollständigkeitsatz|erstem Unvollständigkeitsatz]] bewiesen, dass es in jedem
Auch hier findet wieder eine Vermischung der Sprachebenen statt.
hinreichend starken, widerspruchsfreiem Axiomensystem wahre Ausagen gibt, die nicht mit Hilfe des Axiomensystems bewiesen werden können.  


Ein letztes Beispiel:
Seine Beweisidee basiert ebenfalls auf einer Vermischung der Sprachebenen. In einer Objektsprache, die
mächtig genug ist, die natürlichen Zahlen abzubilden, definiert er ein Kalkül ...


<div class="formula">''Der Leser kann diesen Satz (namens GöU) nicht beweisen.''</div>
<div class="formula">''Der Leser kann diesen Satz (namens GöU) nicht beweisen.''</div>
Zeile 102: Zeile 103:
sich beim vorangegangenen Satz um einen Satz auf Metametaebene handelt, da im Satz „Der Leser kann diesen Satz nicht für wahr halten“ bereits Objekt- und Metaebene
sich beim vorangegangenen Satz um einen Satz auf Metametaebene handelt, da im Satz „Der Leser kann diesen Satz nicht für wahr halten“ bereits Objekt- und Metaebene
vermischt werden.)
vermischt werden.)
{{TBD| Quelle, Verweis auf Gödelschen Unvollständigkeitsatz}}
<ref>vgl. {{Quelle|Hofstadter (1987), Seite}}</ref>


=Quellen=
=Quellen=

Version vom 15. August 2012, 16:08 Uhr

Dieser Artikel erfüllt die GlossarWiki-Qualitätsanforderungen nur teilweise:

Korrektheit: 5
(vollständig überprüft)
Umfang: 3
(einige wichtige Fakten fehlen)
Quellenangaben: 5
(vollständig vorhanden)
Quellenarten: 5
(ausgezeichnet)
Konformität: 5
(ausgezeichnet)

Dieser Artikel wird derzeit von einem Autor gründlich bearbeitet. Die Inhalte sind daher evtl. noch inkonsistent.

Definition (Gellert, Kästner)[1]

Metasprache: Sprache, in der über Aussagen einer anderen Sprache, der Objektsprache, gesprochen wird.

Definition (Kowarschick, analog zu Gellert, Kästner (1979))

Metametasprache: Sprache, in der über Aussagen einer Metasprache gesprochen wird.

Metametametasprache: Sprache, in der über Aussagen einer Metametasprache gesprochen wird.

Et cetera.

Anmerkungen und Beispiele[2]

Man kann in einer Sprache reden (z.B. in Deutsch) oder über eine Sprache (z.B.) als englisch- oder auch als deutschsprachiger Germanist.

Amerikanischen Germanisten reden auf Englisch (Metasprache) über Deutsch (Objektsprache). Deutsche Germanisten reden auf Deutsch (Metasprache) über Deutsch (Objektsprache).

The German sentence „Hans trinkt Tee“ consists of a subject, a predicate and an object.
Der deutsche Satz „Hans trinkt Tee“ besteht aus einem Subjekt, einem Prädikat und einem Objekt.

Allerdings kann die Vermischung von Sprachschichten mittels Selbstreferenz zu Paradoxien führen:

Diser Saz enthält drei Fehler.

Wer das geschrieben hat, kann nicht fehlerfrei schreiben, obendrein auch nicht zählen. Oh, das ist dann der 3. Fehler. Dann enthält der Satz doch nur Rechtschreibe- und keine Zählfehler, also nur zwei Fehler, also doch einen Zählfehler, usw.[3]

Das Problem entsteht dadurch, dass der Satz „lediglich“ zwei syntaktische Fehler enthält (Syntax: Objektebene). Das Zählen der Fehler findet dagegen auf der semantischen Ebene statt (Semantik: Metaebene).

Ein weiteres Beispiel:

Anworten Sie auf diese Frage mit einer Verneinung?

Diese selbstreferenzielle Frage kann nicht korrekt (mit „Ja“ oder „Nein“ oder Ähnlichem) beantwortet werden. Auch hier findet wieder eine Vermischung der Sprachebenen statt.

Mathematische Logik

Laut Definition ist es Ziel der mathematischen Logik das natürliche, umgangssprachliche Hantieren mit Aussagen und Folgerungen in einem mathematischn Formalisms, einem Kalkül, zu präsisieren, um zu einer rein mechanischen Ausführung von Beweisen zu gelangen. Um Probleme zu vermeiden, wie sie zuvor anhand von Beispielen aufgezeigt wurden, ist es in diesem Teilgebiet der Mathematik extrem wichtig zwischen Objet- und MEtasprache zu unterscheiden.

In diesem Wiki werden folgende Sprachen verwendet:

Sprache Syntax Semantik In diesem Wiki
Objektsprache
Ausdrücke und Terme
bestehend aus ¬, ∧, ∨, →, ↔, ∃, ∀ etc.
Wahrheitswerte, formal definiert
mittels einer Metasprace
Objektsprache/Aussagelogik
Objektsprache/Prädikatenlogik
Metasprache Ausdrücke und Terme
bestehend aus ~, &, ⇒, ⇔ etc.
sowie deutsche Sätze
informell beschrieben mittels
der Metametasprache,
sofern nicht bekannt
Elementare Mengenlehre
Metasprache/Aussagelogik
Metasprache/Prädikatenlogik
Metametasprache etc. Deutsch
(Rechtschreibung und Grammatik)
als bekannt vorasgesetzte
Semantik der deutschen Sprache

Gödelscher Unvollständigkeitssatz

TO BE DONE

Quelle, Verweis auf Gödelschen Unvollständigkeitsatz

[4]

Gödel hat mit seinem berühmten erstem Unvollständigkeitsatz bewiesen, dass es in jedem hinreichend starken, widerspruchsfreiem Axiomensystem wahre Ausagen gibt, die nicht mit Hilfe des Axiomensystems bewiesen werden können.

Seine Beweisidee basiert ebenfalls auf einer Vermischung der Sprachebenen. In einer Objektsprache, die mächtig genug ist, die natürlichen Zahlen abzubilden, definiert er ein Kalkül ...

Der Leser kann diesen Satz (namens GöU) nicht beweisen.

Bei „GöU“ handelt es sich um einen wahren Satz.

Beweis (durch den Autor dieses Artikels)

Wenn der Leser „GöU“ beweisen könnte, würde er beweisen, dass er „GöU“ nicht beweisen kann. Da dies einen Wiederspruch darstellt, kann der Leser „GöU“ nicht beweisen. Der Satz ist also wahr!

(Auf dieselbe Weise kann der Autor dieses Artikels sogar den Satz „Der Leser kann diesen Satz nicht für wahr halten.“ als wahr beweisen.[5] Man beachte, dass es sich beim vorangegangenen Satz um einen Satz auf Metametaebene handelt, da im Satz „Der Leser kann diesen Satz nicht für wahr halten“ bereits Objekt- und Metaebene vermischt werden.)

Quellen

Siehe auch